Achtsamkeit ist insbesondere in der Yoga-Szene ein viel gebrauchter Begriff, doch was bedeutet er und wie kannst Du auch über die Matte hinaus mehr Achtsamkeit praktizieren? Das und noch viel mehr erklären wir Dir in den folgenden Zeilen.

Was ist Achtsamkeit überhaupt?

Achtsamkeit, auf Englisch „Mindfulness”, bedeutet so viel wie Gegenwart des Geistes. Diese Bedeutung kann auf so ziemlich alle Bereiche Deines Lebens angewandt werden. Insbesondere wollen wir mit den Gedanken im Hier und Jetzt sein, denn meistens sind wir selten im Moment, sondern denken eher an die Zukunft oder auch Vergangenheit. Das Wort „achtsam“ verbindest Du vielleicht auch mit einer gewissen Wachsamkeit und Aufmerksamkeit. Genau das sind auch Eigenschaften, die wir für eine achtsame Praxis nutzen wollen.

Wir alle träumen gerne mal oder denken an das, was war oder sein könnte. Manchmal wollen wir auch einfach der Realität entschwinden. Jedoch hält uns das auch davon ab, in der Gegenwart zu sein. Dabei können wir sogar drohen, an einer Idee, einem Ideal oder einer Zukunftsvision anzuhaften und so möglicherweise vergessen, dass wir (noch) nicht an diesem Punkt angelangt sind.

Yoga ist beispielsweise eine Praxis, der Achtsamkeit inhärent ist (oder zumindest sein sollte) und bei der wir immer wieder in die Gegenwart zurückkommen. Darum ist jede Art von Yoga, seien es Bewegungen auf der Matte, Meditation oder Pranayama, auch eine Achtsamkeits-Praxis. Doch Achtsamkeit ist vor allem eine Einstellung, ein Mindset, und kann darum auf jeden Bereich Deines Lebens angewandt werden. Darüber hinaus brauchst Du für die meisten Übungen auch gar keine Gegenstände, sondern nur Dich und Deine Gedanken.

Integriere mehr Achtsamkeit in Dein alltägliches Leben

Nun wissen wir, dass nicht nur Yoga Anspruch auf Achtsamkeit hat und Du nicht alleine damit bist, wenn Du Dich schwer tust, im Hier und Jetzt zu bleiben. Die digitale Welt, in der wir uns befinden, ist dabei oft ein zusätzliches Hindernis. Ständig ist das Handy griffbereit, alle möglichen Benachrichtigungen poppen auf und jederzeit kann eine neue E-Mail einfliegen. Darum ist es für viele leichter, aus dem eigenen Alltag wortwörtlich auszubrechen.

Unser Tipp: mach¢ einen Achtsamkeits-Spaziergang

Dafür gehst Du für einen Zeitraum, vielleicht eine halbe Stunde, aus dem Haus und an die frische Luft. Lass¢ dafür alle Ablenkungen zu Hause, insbesondere elektronische Geräte und Kopfhörer – wenn Du aber im Notfall erreichbar sein musst, dann schalte Dein Handy zum Beispiel auf stumm. Auf Deinem Spaziergang gibt es nur Dich, Deine Gedanken und die Umgebung. Versuche hier ganz im Moment zu sein und die Gedanken immer wieder zu Dir zurückzuholen. Was siehst Du? Was spürst Du? Wiederhole diese Übung so oft Du möchtest.

Dieser Spaziergang ist eine sehr gute Möglichkeit, mehr Achtsamkeit in Deinen Alltag zu integrieren. Darüber hinaus schnappst Du zusätzlich noch frische Luft und kannst Dich auch mal von Deinem Schreibtisch lösen. Doch manchmal hast Du vielleicht nicht die Zeit für einen Spaziergang und möchtest gerne gleich morgens mehr Achtsamkeit integrieren? Wie wäre es dann mit Journaling?

Unser Tipp: Achtsamkeits-Tagebuch

Nimm¢ Dir dafür eine Woche jeden Tag 5 Minuten Zeit (gleich nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen zum Beispiel) und schreib¢ ein paar Zeilen in ein Notizbuch. Stell Dir einen Wecker, damit Du Dich auch an die Zeit hältst. Du kannst Dir einfach das von der Seele schreiben, was dir gerade durch den Kopf geht, oder Deine Träume notieren oder nach einem Muster arbeiten. Ein Leitfaden, der uns gut gefällt, um mit dem (Arbeits-)Tag abzuschließen, sind zum Beispiel 3 Dinge, die heute schön waren, 3 Themen, die präsent waren und 3 Dinge, für die Du dankbar bist. Hierfür brauchst Du keinen Wecker und schreibst einfach Deine Gedanken auf.

Dinge aufzuschreiben hilft oft dabei, die Gedanken zu sortieren. Außerdem hast du irgendwann ein Buch voll von deinen Gedanken und kannst immer wieder darin blättern.

Ein weiteres Thema, das uns mehrmals täglich begegnet, ist Essen. Gerade wenn wir zu Hause alleine essen, suchen wir oft nach einer Beschäftigung – sei es aus Langeweile oder um Gesellschaft zu simulieren. Oft greifen wir dann zu einem Buch, dem Laptop oder der Fernbedienung. Dabei konzentriert sich unser Gehirn automatisch viel mehr auf das andere, und nicht auf das Essen.

Unser Tipp: achtsames Essen

Probiere, eine Mahlzeit am Tag nur bei Dir und Deinem Essen zu sein. Lass‘ Dir die Zeit, die Du brauchst. Schmecke Dein Essen und beobachte Deine Gedanken. Anfangs ist es vielleicht etwas herausfordernder, aber mit der Zeit wird es immer selbstverständlicher und noch dazu tritt oft der Sättigungsmechanismus schneller ein, da das Gehirn ganz bei deinem Essen ist und sich nicht auf etwas sehr Stimulierendes, wie Fernsehen, konzentrieren muss.

Du kannst in jede Aktivität Deines Alltags mehr Achtsamkeit bringen, sei es beim Putzen, Kochen oder Aufräumen. Auch wenn es anfangs vielleicht etwas ungewohnt ist, ganz bei einer vermeintlich einfachen und vielleicht auch eintönigen Sache zu sein, wird sich diese Fähigkeit auch auf andere Lebensumstände ausbreiten. Du wirst mit der Zeit merken, dass mehr Achtsamkeit Dich nicht nur näher zu Dir selbst führt, sondern sich auch auf Deine Mitmenschen auswirkt und Du Dich glücklicher und geerdeter fühlst. Körper und Geist werden Dir auf jeden Fall danken!

Schreib uns gerne in die Kommentare, wo Du Dir mehr Achtsamkeit wünscht oder welche Praktiken Du bereits in Dein Leben integriert hast und teil¢ diesen Artikel mit anderen, die auch von mehr Achtsamkeit profitieren könnten.

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